Haben Sie den Eindruck, dass Google Ihre Website nicht richtig indexiert? Diese sechs grundlegenden Punkte helfen Ihnen bei der Untersuchung von Indexierungsproblemen.
Es gibt zahlreiche mögliche Ursachen, die Google an der Indexierung von Webseiten hindern. Wir betrachten hier sechs häufig auftretende Probleme.
Der Code könnte zu komplex sein
Komplexer Code kann das Crawl-Budget von Google erheblich belasten und Indexierungsprobleme wahrscheinlicher machen. Dabei geht es weniger um die verwendete Programmiersprache als um veraltete Umsetzungstechniken oder JavaScript-Versionen.
Erfüllt Ihre Website die relevanten Standards nicht, können Ihnen die Google-Richtlinien für responsive Websites helfen. Auch ein Blick auf die W3C-Standards ist sinnvoll.
Ihre Website lädt möglicherweise zu langsam
Liegt die Ladezeit Ihrer Website deutlich über dem Durchschnitt, sollten Sie das nicht ignorieren. Google nimmt solche Websites ungern in den Index auf. Lange Ladezeiten können verschiedene Ursachen haben.
Möglicherweise enthält eine Seite mehr Inhalte, als der Browser eines Nutzers gut verarbeiten kann. Auch ein veralteter Server mit begrenzten Ressourcen kommt als Ursache infrage.
Bei einem PageSpeed-Wert von maximal 100 Punkten ist die volle Punktzahl nicht immer leicht erreichbar. Achten Sie auf mindestens 60 Punkte und streben Sie einen Wert möglichst nahe an 100 an. Dabei können der Verzicht auf vorgefertigte Strukturen und die sorgfältige Abstimmung technischer Details wie des Servers helfen.
Für diese Aufgabe stehen zahlreiche Tools zur Verfügung. Jedes erstellt Berichte anhand eigener Vorgaben und gemeinsamer Leistungskriterien. Besonders häufig verwenden wir Google PageSpeed Insights. Das Tool prüft Ihre Seite anhand bewährter Maßnahmen wie weniger Anfragen, geringerer Datenmenge und Browser-Caching. Diese Faktoren sind für schnelle Ladezeiten wichtig. Anschließend erhalten Sie Empfehlungen zur Verbesserung einzelner Bereiche.
Es könnte eine Weiterleitungsschleife vorliegen
Weiterleitungsschleifen können ebenfalls Indexierungsprobleme verursachen. Oft reicht bereits ein einfacher Tippfehler aus.
Meist entstehen sie durch eine unzureichend abgestimmte Weiterleitungskonfiguration. Fehlerhafte Regeln im Webserver, im Weiterleitungsmanager des CMS oder im CDN sowie widersprüchliche Einstellungen zwischen diesen Systemen können eine Schleife auslösen.
Wie Sie der Ursache nachgehen, hängt von Ihrer Infrastruktur und deren Einrichtung ab.
Eine Weiterleitungsschleife führt zu einer Fehlermeldung im Browser. Besucher erreichen die Zielseite dadurch nicht. Für Suchmaschinen gilt dasselbe: Sobald sie die Schleife erkennen, folgen sie den Weiterleitungen nicht weiter und gelangen ebenfalls nicht ans Ziel.
Stellen Sie sicher, dass Googlebot nicht blockiert wird
Wird Googlebot der Zugriff verwehrt, kann er Ihre Website nicht crawlen und die Seiten nicht indexieren.
Am häufigsten begegnet uns das in der robots.txt-Datei. Mit ihr lässt sich steuern, wie Bots die Website crawlen.
User-agent: *
Disallow: /
Stehen diese Zeilen in der Datei, ist die gesamte Website für alle Bots vom Crawling ausgeschlossen. Es kann auch eine Regel speziell für Googlebot geben:
User-agent: Googlebot
Disallow: /
Ist die robots.txt unauffällig, enthalten möglicherweise einzelne Seiten noindex- oder nofollow-Anweisungen in ihren Meta-Tags. Eine gründliche Prüfung zeigt, ob dies auf Ihrer Website der Fall ist.
Blockierte Seiten können Sie im Google-Bericht zur Indexabdeckung sehen. Mit dem URL-Prüftool der Search Console lässt sich außerdem eine bestimmte Seite testen.
Haben Sie eine Sitemap?
Zu den wichtigsten Dateien gehört die sitemap.xml. Das ist der geläufige Name; die Datei kann natürlich auch anders heißen :)
Ihre Website sollte unbedingt eine Sitemap haben. Dieses Protokoll unterstützt die Google Search Console dabei, Seiten zu finden, zu crawlen und zu indexieren. Ohne Sitemap fehlt Googlebot unter Umständen der Überblick, sofern nicht bereits alle Seiten indexiert sind und Zugriffe erhalten.
Beachten Sie außerdem, dass HTML-Sitemaps in der Google Search Console nicht mehr unterstützt werden. Heute ist XML das bevorzugte Sitemap-Format.
Könnte Ihre Website abgestraft worden sein?
Google hat wiederholt erklärt, dass Sanktionen eine Website weiter begleiten können. Wurde Ihre Website abgestraft und haben Sie die Ursachen nicht beseitigt, indexiert Google sie möglicherweise nicht.
Die Aufarbeitung ist häufig weder einfach noch schnell. Welche Probleme noch bestehen, wie lange sie fortwirken und welche Fortschritte Sie erzielen, beeinflusst Googles Reaktion.
Wurde Ihre Website abgestraft, sollten Sie verbleibende Probleme möglichst vollständig beseitigen. Dafür können vollständig neue Inhalte und ein Neuaufbau der Domain oder eine umfassende Überarbeitung des Contents erforderlich sein.
Verwenden Sie die Search Console regelmäßig und sorgen Sie dafür, dass Änderungen an Ihrer Website bewusst und mit Verständnis für ihre Wirkung vorgenommen werden.
Ein abschließender Hinweis:
Neben diesen sechs Punkten können zahlreiche weitere Ursachen zu Indexierungsproblemen führen. Prüfen Sie regelmäßig mögliche technische SEO-Fehler und übersehene Einstellungen, Weiterleitungen zwischen http:// und https:// beziehungsweise www und Nicht-www, die mobile Nutzbarkeit und weitere wichtige Einflussfaktoren. Wenn Sie solche Probleme haben, können Sie sich an mich wenden.
Gökhan AKSOY




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