Viele Marken entwickeln Strategien für einen besseren ROI, schenken einem besonders wertvollen Element aber wenig Aufmerksamkeit: der Landingpage-Gestaltung. Dass eine eigene Zielseite Conversions beeinflusst, klingt inzwischen fast wie eine Floskel.
Auch bei Marken, die gezielte Landingpages planen, werden conversionrelevante Optimierungen häufig übersehen.
Landingpage-Optimierung ist weder schnell noch einfach. Es gibt zahllose Prüf- und Testmöglichkeiten, von denen die meisten keine große Steigerung der Conversion-Rate bringen.
Erst eine Empfehlung, dann negative Bemerkungen – was soll das?
Manche Arbeiten werden nur erledigt, damit sie als erledigt gelten. Wenn wir Aufgaben abhaken, sollten es Schritte mit einer positiven, nützlichen Wirkung sein.
Kleine Verbesserungen können durch nachhaltige Conversion-Steigerungen eine große Wirkung erzielen.
Bei so vielen Möglichkeiten: Was sollten Sie verbessern?
Tipps zur Landingpage-Optimierung
Ich kann nicht versprechen, dass diese Regeln die Conversion sicher erhöhen. Es gibt keine universelle Empfehlung. Die besten Optimierungen entstehen aus Tests mit Ihren eigenen Daten.
Nutzen Sie die Schritte als Ausgangspunkt und passen Sie Erkenntnisse an Ihr Unternehmen an. Nicht alles passt zu jeder Marke; eine Umsetzung sollte der Website aber nicht schaden.
Seitengestaltung
1. Für Mobilgeräte gestalten
Für 2019 wurde der mobile Anteil am Internettraffic auf 80 % geschätzt. Mehr Suchen erfolgen mobil, soziale Netzwerke werden vorwiegend mobil genutzt. Gestalten Sie deshalb zuerst für Mobilgeräte.
Selbst bei überwiegenden Desktop-Conversions führt die Kaufreise über mehrere Geräte und Kontaktpunkte. Inhalte müssen auf jedem Bildschirm funktionieren.
2. Seitengewicht möglichst reduzieren
Das „Gewicht“ einer Seite ist ihre Datenmenge. Je größer sie ist, desto länger lädt sie. Analysen zufolge verlassen 53 % der mobilen Besucher Seiten mit mehr als drei Sekunden Ladezeit. Das zeigt die Bedeutung geringer Datenmengen.
3. Richtige Botschaft und Konsistenz schaffen
Markenauftritt und Gestaltung sollten durch die gesamte Kampagne konsistent sein. Passen Farben, Bilder und Markenelemente der Zielseite nicht zur Anzeige, entsteht sofort Verwirrung. Menschen begegnen Werbung vorsichtig und suchen möglicherweise Gründe für Misstrauen. Die Zielseite sollte deshalb Anzeigenelemente aufnehmen und Versprechen einlösen.
4. Navigation und Footer entfernen
Eine wirksame Zielseite hält den Fokus auf der Conversion. Umfangreiche Menüs und Footerlinks lenken auf andere Seiten ab. Wenn das Angebot und der Abschluss im Mittelpunkt stehen, entfernen Sie diese Ablenkungen.
5. Datenschutzerklärung ergänzen
Sie erklärt, was mit Besucherdaten geschieht. Die DSGVO schafft einen gesetzlichen Rahmen für deren Kontrolle. Eine Datenschutzerklärung sorgt für Transparenz und Vertrauen.
Sie können beispielsweise erläutern, dass Cookies Inhalte und Werbung an Besucherinteressen anpassen.
6. Copyright-Angaben prüfen
Halten Sie sie aktuell. Dies ist ein kleines Signal für Sorgfalt. Veraltete Angaben wirken nachlässig und lassen Zweifel an der Aktualität der Seite entstehen.
Wenn eine Website „Copyright 2010“ zeigt, sind dann alle Informationen aktuell?
7. Ein Conversion-Verhältnis von 1:1 erhalten
Gemeint ist das Verhältnis von Links zu Conversion-Zielen. Eine Zielseite sollte einen Link und damit einen einzigen klickbaren Ausgang besitzen: die CTA-Schaltfläche. Ein zweiter CTA sollte dasselbe Ziel verfolgen. Definieren Sie ein Ziel pro Seite.
8. Für das Scrollen optimieren
Besucher lesen selten alles. Sie möchten das Angebot prüfen und überfliegen eher die Seite. Zuerst betrachten sie häufig Überschrift oder auffälliges Bild, danach Zwischenüberschriften, Aufzählungen und Hervorhebungen.
Platzieren Sie überzeugende Informationen in diesen Formaten. Ihr Alleinstellungsmerkmal, die Unique Selling Proposition, gehört in die Überschrift. Nutzen Sie Aufzählungen für Vorteile und ein großes relevantes Bild im oberen Bereich.
9. Seitenlänge erhöhen
Neue, teure oder komplexe Angebote benötigen mehr Überzeugungsarbeit: Referenzen, Medien, Artikel und Inhalte für Transparenz und Glaubwürdigkeit. Geben Sie Besuchern alles, was sie brauchen, um dem Angebot zu vertrauen.
Oder:
10. Seitenlänge reduzieren
Ein kostenloses E-Book braucht keine lange Seite. Das geringe Risiko erfordert weniger Überzeugung. Eine überlange Seite kann verwirren. Vereinfachen Sie Angebote mit geringem Risiko.
Hauptüberschriften
11. Kampagnenbotschaft und Seite abstimmen
Message Match verlangt die Abstimmung mehrerer Elemente, vor allem der Überschrift. Passende Headlines bestätigen Besuchern, dass sie richtig sind. Longtail UX verwendet etwa die Anzeige „Wie schlägt man Amazon in der Suche?“
12. Alleinstellungsmerkmal vermitteln
Die Überschrift ist wahrscheinlich der erste gelesene Text. Sie muss den besonderen Nutzen vermitteln. Was ist der größte Vorteil Ihres Angebots? Erklären Sie ihn in Überschrift und Begleittext.
13. Neugier wecken
Ein wenig Geheimnis kann zum Weiterlesen anregen. Neugier hält Besucher bis zur Auflösung auf der Seite. Verraten Sie in der Überschrift nur einen Teil des Alleinstellungsmerkmals und fördern Sie so Klicks und weiteres Scrollen.
14. Statistiken zeigen
Statistiken überzeugen. Richtig platziert, etwa in einer Überschrift, zeigen sie den Wert eines Angebots. Ein Google-Ads-Anbieter formuliert: „99 % der PPC-Unternehmen tun, was Google allen sagt. Die besten tun, was Google niemandem sagt.“ Das ist eine wirkungsvolle Abgrenzung.
15. Eine Frage stellen
Erfolgreiche Überschriften wecken Interesse. Fragen verlangen ganz natürlich nach einer Antwort und regen zum Nachdenken an, statt zum Kauf, Lesen oder Herunterladen aufzufordern.
Statt „Holen Sie sich den Leitfaden zur Verdopplung Ihrer App-Downloads“: „Wie können Sie Ihre App-Downloads verdoppeln?“
16. Medien nicht nur zur Dekoration nutzen
Manchmal ergänzt man Medien, weil andere dazu raten oder Wettbewerber sie einsetzen. Sie lockern Text auf und wirken visuell attraktiv, sollten aber nicht beliebig erscheinen. Sie müssen einen Mehrwert liefern. Jedes Bild und Video kostet Ladezeit; prüfen Sie, ob es das wert ist.
17. Infografiken für überzeugende Inhalte erstellen
Infografiken stellen Zahlen anschaulich dar. Ist Ihr durchschnittlicher ROAS fünfmal höher als bei einem führenden Wettbewerber, zeigen Sie es. Eine Grafik kann den Unterschied klar vermitteln:
18. Ausreichend große Schrift verwenden
Inhalte müssen tatsächlich lesbar sein. Da wir beim Lesen von Büchern eine Größe von 16 Pixeln gewohnt sind, werden kleinere Texte nicht empfohlen.
19. Formulare am Nutzererlebnis ausrichten
Zu viele abgefragte Informationen können frustrieren. Die passende Menge hängt vom Angebot ab; erwägen Sie alternative Wege für Details. Menschen möchten schnell klicken und ohne Hindernisse fortfahren.
Benötigt die Kampagne mehr Informationen, können schrittweise Formulare sinnvoller sein. Mehrstufige Formulare können dann die Conversion erhöhen.
20. Formularfehler erklären
Nutzer übersehen gelegentlich einen Schritt. Bei Fehlern müssen Ursache und Korrektur klar sein. Meldungen sollten verständlich und dem betreffenden Feld zugeordnet sein.
21. Bewertungen einbinden
Bewertungen zu Ihrer Leistung wecken Interesse. Menschen möchten von anderen mit eigener Erfahrung hören und entscheiden oft eher anhand solcher Einschätzungen als anhand der Leistungsbeschreibung. Bewertungen können deshalb Conversions wesentlich fördern.
22. Eine Fallstudie ergänzen
Konzentrieren Sie sich auf das Ergebnis des Produkts oder der Dienstleistung statt auf einen Einzelaspekt. Betonen Sie Fallstudie und Resultat, statt allein den Kunden zum Mittelpunkt zu machen. Auch eine Videodarstellung ist möglich.





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