Im Oktober 2018 wurde der Google-Ads-Optimierungsfaktor eingeführt, um Nutzern zu helfen, mehr aus ihren Werbekampagnen herauszuholen.
Was können wir als Werbetreibende daraus ableiten, und wie sollten wir den Wert einordnen?
Dieser Artikel erklärt die neue Funktion, ihre Berechnung und Möglichkeiten, den Wert zu verbessern.
Was ist der Optimierungsfaktor von Google Ads?
Googles Optimierungsfaktor ist ein Prozentwert, der zeigt, wie gut Ihre Kampagnen anhand verschiedener Faktoren optimiert sind – etwa Gebotshöhen, Keyword-Typen und Gebotsstrategie. Die Funktion wurde erstmals im Juli 2018 angekündigt und ist inzwischen für alle Nutzer verfügbar.
Im Konto wird der Wert wie folgt angezeigt; der Prozentsatz unterscheidet sich je nach Konto:
Mit dieser Betafunktion können Nutzer die Wirksamkeit ihrer Kampagnen anhand des Optimierungsfaktors beurteilen. Beachten Sie, dass sie nur für Google-Ads-Nutzer mit aktiven Suchkampagnen verfügbar ist. In AdWords Express steht sie nicht zur Verfügung.
Wie wird der Wert berechnet?
Der Optimierungsfaktor wird in Echtzeit zwischen 0 und 100 % berechnet. Grundlage sind die Kampagnenleistung und die Umsetzung von Googles Empfehlungen.
Dabei beurteilt Google folgende Kampagnenbereiche:
- Gebote und Budgets
- Anzeigen und Erweiterungen
- Keywords und Ausrichtung
- Korrekturen
Weitere Einflussfaktoren sind:
- Statistiken, Einstellungen und Status Ihres Kontos und Ihrer Kampagnen
- Die Wirkung relevanter Empfehlungen
- Der jüngste Empfehlungsverlauf
- Entwicklungen im Werbeökosystem
Liegt der Wert unter 100 %, schlägt Google Empfehlungen vor und zeigt, wie sich deren Umsetzung auswirken würde. Empfehlungen mit einem voraussichtlich größeren Einfluss auf die Kampagnenleistung erhalten im Gesamtwert mehr Gewicht. Dieser Einfluss wird als mögliche Steigerung von <0,1 % bis 100 % dargestellt und entspricht der geschätzten Wirkung auf die gesamte Kampagnenleistung.
Wie verbessern Sie Ihren Optimierungsfaktor?
Die Empfehlungen sollen Ihr Budget durch bessere Gebote, Keywords und Anzeigen optimieren. Letztlich geht es darum, die Gesamtleistung und Effizienz Ihrer Werbekampagnen zu erhöhen.
Um den Wert zu erhöhen, müssen Sie Empfehlungen annehmen oder ablehnen. Beide Entscheidungen aktualisieren ihn entsprechend den jeweiligen Kriterien. Abgelehnte Empfehlungen erkennen Sie am grauen Anteil, wenn Sie den Mauszeiger über den Wert bewegen. Über „Abgelehnt“ können Sie diese Empfehlungen jederzeit aufrufen:
Wert prüfen sowie Empfehlungen annehmen oder ablehnen
Melden Sie sich in Google Ads an und wählen Sie in der linken Navigation „Empfehlungen“. Oben auf dieser Seite sehen Sie Ihren Optimierungsfaktor.
Darunter finden Sie Googles Empfehlungen für Ihr Konto.
Sie können alle Empfehlungen auf einen Blick betrachten oder einzeln prüfen. Unter „Weitere Informationen“ erfahren Sie, welche Wirkung erwartet wird und warum eine Empfehlung erscheint. Bei vielen Vorschlägen können Sie nach Kategorien filtern.
Über die jeweilige Schaltfläche „Anwenden“ setzen Sie eine einzelne Empfehlung oder alle Empfehlungen um. Alternativ können Sie sie über „Ablehnen“ ignorieren.
Die Kennzeichnung „Potenzieller Wert“ zeigt an, um wie viele Prozentpunkte eine Empfehlung den Wert steigern würde.
Optimierungsempfehlungen von Google Ads
Empfehlungen sind kontospezifisch. Folgende Beispiele können Ihnen begegnen:
- Redundante Keywords entfernen: Vereinfachen Sie die Kontoverwaltung, indem Sie überflüssige Keywords löschen.
- Landingpages für Ihre Anzeigen ergänzen: Es fehlen Zielseiten, die für potenzielle Kunden relevant sind.
- Effizienter mit dem auto-optimierten CPC bieten: Optimieren Sie Gebote bei der Auktion automatisch für Keywords mit höherer Conversion-Wahrscheinlichkeit.
- Effizienter mit Ziel-CPA bieten: Erzielen Sie mit einer vollständig automatisierten Gebotsstrategie mehr Conversions bei niedrigeren oder ähnlichen Kosten pro Akquisition.
Ziel-CPA und auto-optimierter CPC (ECPC) sind automatisierte Gebotsstrategien zur Steigerung der Conversions.
- Gebote senken: Erhalten Sie bei gleichen oder niedrigeren Kosten mehr Klicks.
- Budgets erhöhen: Beheben Sie Budgetbegrenzungen, damit Ihre Anzeigen auch an besonders stark nachgefragten Tagen weiterlaufen.
- Neue Keywords hinzufügen: Zeigen Sie Ihre Anzeigen bei mehr Suchanfragen, die für Ihr Unternehmen relevant sind.
- Mobile Website verbessern: Vermeiden Sie den Verlust mobiler Kunden. Untersuchen Sie die mobile Websiteoptimierung und ihren Einfluss auf Conversions.
Kampagnenleistung mit AMP-Landingpages verbessern
Google gestaltet seine Werbeplattform visuell immer benutzerfreundlicher. Um mithilfe des Optimierungsfaktors das Maximum aus Anzeigen herauszuholen, müssen Sie jedoch die entscheidenden Bereiche einer erfolgreichen Kampagne aktiv bearbeiten.
Einer dieser Bereiche ist die Anzeigen-Landingpage. Da mobile Werbung immer beliebter wird, sollten für Mobilgeräte optimierte Seiten Priorität haben.
Probleme bei Geschwindigkeit, Gestaltung und Nutzererlebnis zeigen sich häufig in schlecht aufgebauten mobilen Landingpages.
Mehr über AMP und die ersten Umsetzungsschritte erfahren Sie auf ampproject.org.




Kommentare