Was Sie über Anzeigen mit Produktinformationen wissen sollten, um Ihren Umsatz zu steigern

Erfolg im E-Commerce hängt davon ab, neue Kunden in den Onlineshop zu bringen. Anzeigen mit Produktinformationen gehören zu den wichtigsten Quellen für diesen Traffic.
Seit ihrer Einführung 2010 haben sie an Beliebtheit gewonnen.
Was sind Anzeigen mit Produktinformationen?
Diese Anzeigen, auch Google-Shopping-Anzeigen genannt, können Online- und lokale Bestände bewerben, Websitebesuche steigern und potenzielle Kunden erreichen. Sie werden im E-Commerce häufig eingesetzt. Produktdaten werden über das Merchant Center bereitgestellt und eine Kampagne in Google Ads eingerichtet. Anders als Textanzeigen zeigen sie Produktfoto, Titel, Preis, Shopname und weitere Angaben.
Im Unterschied zu anderen Google-Anzeigen orientieren sie sich an Produkten und Kategorien statt an Keywords. Sie erscheinen über Textanzeigen und Suchergebnissen, auf dem Desktop je nach Platzierung gelegentlich auch rechts.
Rechts neben Textanzeigen und Suchergebnissen, außer auf Mobilgeräten:
Im Shopping-Tab:
Auch Websites von Google-Suchpartnern einschließlich YouTube sowie das Google Displaynetzwerk können sie ausspielen; dort gilt dies nur für lokale Kataloganzeigen.
Warum Anzeigen mit Produktinformationen?
Google Shopping dominiert andere Produktsuchkanäle. Im ersten Quartal 2017 entfielen darauf 52 % des Klickanteils bei Händlern. Bei markenunabhängigen Suchen wurden Klickraten von bis zu 75 % beobachtet.
Mehr Traffic
Bei kaufbezogenen Suchen erreichen viele Unternehmen mit Produktanzeigen deutlich höhere Klickraten als mit Textanzeigen, selbst wenn beide nebeneinander erscheinen.
Qualifiziertere Interessenten
Direkte Produktangaben unterstützen fundierte Kaufentscheidungen und erhöhen die Qualität der Interessenten sowie die Kaufwahrscheinlichkeit.
Wer nach einem Laptop sucht, erkennt beispielsweise schneller, welche Modelle die eigenen Anforderungen erfüllen. Vor allem zeigt der Preis unmittelbar, welche ins Budget passen. Beim Klick sind Produkt und Kosten daher bereits bekannt; die Person befindet sich weiter unten im Verkaufstrichter.
Mehr Sichtbarkeit
Google erlaubt mehrere Produktanzeigen desselben Werbetreibenden zu einer Anfrage. Auch Shopping- und Textanzeigen können gleichzeitig erscheinen. Ihre Präsenz kann sich damit für eine Suche verdoppeln.
Detaillierte Berichte
Kampagnenberichte zeigen die Leistung sehr genau. Verkaufen Sie Sportschuhe, lässt sich beispielsweise durch Filtern der Produktansicht die Klickzahl einer bestimmten Marke feststellen, ohne neue Produktgruppen einzurichten.
Trotz dieser Vorteile sollten Sie vor dem Start mehrere Faktoren beachten.
Produktanzeigen passen nicht zu jedem Anbieter. Stellen Sie sich folgende Fragen:
Ist Ihr Merchant Center mit Google Ads verknüpft?
Fehlende Verknüpfungen gehören zu den Hauptursachen nicht ausgespielter Kampagnen. Google Ads verwendet den Produktfeed des Merchant Centers. Ohne Verknüpfung können die Konten nicht kommunizieren und die Kampagne läuft nicht.
Wie viele Produkte verkaufen Sie?
Wenn Sie mehr als 500 Produkte verkaufen, können Sie weniger Sichtbarkeit erhalten als Marken mit mehr als 500 Produkten.
Welche Produktkategorie bieten Sie an?
Weniger umkämpfte Bereiche wie Autoteile, Babybedarf, Werkzeuge oder Möbel eignen sich gut. In stark umkämpften Kategorien wie Kleidung oder Schuhen können Angebote außerhalb großer Marken wie Nike und Adidas Schwierigkeiten haben. Geeignete Strategien für den Wettbewerb mit großen Marken sind notwendig.
Wie viele Verkäufe benötigen Sie für Gewinn?
Sehr knappe Margen erschweren die Rentabilität oder verlangen ein niedrigeres Tagesbudget. Das hängt stark von Produkten, Wettbewerb und Gewinnspannen ab.
Auf die Websitequalität achten
Google berücksichtigt Seitenqualität und Links im Algorithmus zur Bewertung von Website und Händler. Eine bessere Website mit guten Inhalten kann deshalb relevantere und umfangreichere Besuche gewinnen.
Der Datenfeed muss leicht bearbeitbar sein
Andernfalls bleiben Ihre Steuerungsmöglichkeiten begrenzt. Zu den Aufgaben, die Feedänderungen erfordern, gehören beispielsweise:
- Die Kampagne konfigurieren
- Anzeigengruppen für Bestseller, Produkte unter bestimmten Preisen, saisonale Artikel und ähnliche Gruppen erstellen
- Verkaufsinformationen für die Kampagne aktualisieren oder ändern
- Validierungsfehler beim Erstellen von Anzeigengruppen beheben
- Ablehnungen durch fehlende oder falsche Feedeinträge verhindern
Wenn Sie nach diesen Überlegungen Produktanzeigen nutzen möchten, sollten Sie deren Optimierung verstehen.
Das Potenzial von Produktanzeigen ausschöpfen
1. Produktgruppen segmentieren
Die Voreinstellung lautet Alle Produkte. Wie Sie nicht für jedes Keyword dasselbe Gebot verwenden würden, sollten Sie auch Produkte unterschiedlich behandeln. Erstellen Sie Gruppen mit einer abgestuften Hierarchie.
Beginnen Sie mit breiten Merkmalen wie Produkttyp und Kategorie. Sind genügend Daten vorhanden und weitere Unterteilungen nötig, segmentieren Sie anhand derselben oder spezifischerer Attribute weiter.
- Stellen Sie dem Gebotssystem mehr Daten für eine fundierte Optimierung bereit.
- Vermeiden Sie Ausgaben für ausverkaufte oder leistungsschwache Produkt-IDs und kleine Gruppen.
- Verbessern Sie den Einblick in die Leistungsberichte.
- Bringen Sie Gebotssteuerung und Ziele in Einklang und behalten Sie die Kontrolle.
- Vereinfachen Sie die Kontoverwaltung.
2. Marken- und Nichtmarkenkampagnen trennen
Die Trennung hilft, Besuche bei markenbezogenen Produktsuchen zu maximieren.
- Erstellen Sie zwei Shopping-Kampagnen.
- Ergänzen Sie Markenbegriffe als ausschließende Keywords in der Nichtmarkenkampagne.
- Setzen Sie die Priorität der Markenkampagne auf Niedrig.
Das unterstützt meist passende Budgets und Gebote für beide Sucharten.
3. Den Feed optimieren
Das Thema ließe sich ausführlicher behandeln. Drei kurze Hinweise sind besonders wichtig:
- Nehmen Sie die Marke in den Produkttitel auf, um ihre Bekanntheit zu nutzen.
- Verwenden Sie die genaueste passende Google-Produktkategorie, um Zuordnung und Klickrate zu verbessern.
- Verwenden Sie benutzerdefinierte Labels für weitere Gruppen nach Marketingzielen wie Rendite oder Preisspanne.
Das Merchant Center regelmäßig prüfen
Merchant Center meldet Warnungen, Fehler und Richtlinienverstöße des Feeds. So können Sie schnell korrigieren. Die Behebung ist oft einfach, setzt aber Aufmerksamkeit für die Meldungen voraus. Regelmäßige Prüfungen halten Produkte aktiv und die Datenqualität bei Google hoch.
Anzeigenerweiterungen nutzen
Prüfen Sie Ergänzungen, die mehr Aufmerksamkeit schaffen können.
- Bieten Sie Sonderangebote an, die neben der Anzeige erscheinen. Dafür fallen keine Zusatzkosten an.
- Nutzen Sie Produktbewertungen. Sie liefern kaufrelevante Informationen und schaffen Vertrauen. Angezeigt werden eine Fünf-Sterne-Bewertung und die Gesamtzahl der Rezensionen. Ein Produkt benötigt mindestens drei Bewertungen.
- Google Kundenrezensionen: Gewinnen Sie wertvolle Rückmeldungen von Käufern Ihrer Website.
Hinweis: Eine gewählte Ergänzung erscheint nicht zwangsläufig bei jeder Impression.
Produktanzeigen schaffen eine starke Onlinepräsenz und helfen, Kunden bei der Produktsuche zu gewinnen. Beachten Sie die Anforderungen und Vorgehensweisen, um vor mehr Wettbewerbern zu erscheinen.
Spezifikationen für Anzeigen mit Produktinformationen
Googles Vorgaben sollen sicherstellen, dass alle eingereichten Daten der Qualität entsprechen, die Nutzern gezeigt wird.
ID
- Erforderlich: Eindeutige Produktkennung
- Syntax: Höchstens 50 Zeichen
- Schema.org-Eigenschaft: Product.sku
- Für jedes Produkt einen eindeutigen Wert verwenden, möglichst die SKU.
- Bei Aktualisierungen dieselbe ID beibehalten.
- Nur gültige Unicode-Zeichen verwenden; ungültige Steuer-, Funktions- oder Privatzeichen vermeiden.
- Für dasselbe Produkt länder- und sprachübergreifend dieselbe ID verwenden.
SKU steht für Stock Keeping Unit und wird in der Microsoft-Terminologie als Produkttyp bezeichnet.
Titel
- Erforderlich: Produktname
- Syntax: Höchstens 150 Zeichen
- Schema.org-Eigenschaft: Produktname
- Den Titel an die Zielseite anpassen und das Produkt genau beschreiben.
- Keine Werbetexte wie „kostenloser Versand“, durchgehende Großschreibung oder ungewöhnliche fremde Zeichen einfügen.
- Bei Varianten ein unterscheidendes Merkmal wie Farbe oder Größe angeben.
Beschreibung
- Erforderlich: Produktbeschreibung
- Syntax: Höchstens 5.000 Zeichen
- Schema.org-Eigenschaft: Product.description
- Den Titel an die Zielseite anpassen und das Produkt genau beschreiben.
- Keine Werbeaussagen wie „kostenloser Versand“, durchgehende Großschreibung oder ungewöhnliche fremde Zeichen verwenden.
- Nur produktbezogene Angaben aufnehmen, keine Shoplinks, Verkaufsinformationen, Wettbewerbsdetails, anderen Produkte oder Zubehörartikel.
- Formatierungen wie Zeilenumbrüche, Listen oder Kursivschrift verwenden.
Link
- Erforderlich: Die Produktzielseite
- Schema.org-Eigenschaft: Offer.url
- Die bestätigte Domain mit https verwenden.
- Eine kodierte URL gemäß RFC 2396 oder RFC 1738 verwenden.
- Nur falls erforderlich auf eine Zwischenseite verlinken.
- Bei Bedarf eine Domain-Tracking-URL verwenden; zu viele Weiterleitungen erhöhen die Verzögerung.
Bild
- Erforderlich: Das Hauptproduktbild
- Zulässige Formate: Nicht animiertes GIF (.gif), JPEG (.jpg/.jpeg), PNG (.png), BMP (.bmp) und TIFF (.tif/.tiff)
- Andere Produkte als Bekleidung: Mindestens 100 × 100 Pixel
- Bekleidung: Mindestens 250 × 250 Pixel
- Größe: Höchstens 64 Megapixel oder 16 MB Dateigröße
- Bilder nicht hochskalieren und keine Miniaturbilder einreichen.
- Werbetext, Wasserzeichen und Rahmen sind nicht erlaubt.
- Keine Platzhalter oder allgemeinen Bilder verwenden, ausgenommen:
- Hardware oder Fahrzeuge und Teile, wo Zeichnungen zulässig sind
- Die Kategorie Farbe, wo einfarbige Bilder zulässig sind
Bildlink
- Erforderlich: URL des Hauptproduktbilds
- Schema.org-Eigenschaft: Product.image
- Auf das Hauptbild des Produkts verlinken.
- Mit http oder https beginnen.
- Eine kodierte URL gemäß RFC 2396 oder RFC 1738 verwenden.
- Sicherstellen, dass Google die URL crawlen kann; robots.txt muss Googlebot und Googlebot-Image zulassen.
Zusätzlicher Bildlink
- Optional: URL eines weiteren Produktbilds
- Syntax: Höchstens 2.000 Zeichen
- Die üblichen Bildlinkvorgaben gelten mit folgenden Ausnahmen:
- Das Bild darf eine Inszenierung und das Produkt im Einsatz zeigen.
- Grafiken oder Zeichnungen sind zulässig.
- Durch mehrfache Angabe des Attributs bis zu 10 Bilder einreichen.
Mobiler Link
- Optional: Die mobile Produktzielseite angeben, falls sie von der Desktopversion abweicht.
- Syntax: Höchstens 2.000 Zeichen
- Die normalen Linkvorgaben einhalten.
Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung finden Sie auf Googles Hilfeseite für Shopping-Kampagnen.
INFORMATION: Ein weiterer großer Vorteil ist der einfache Import Ihrer Google-Produktanzeigen nach Bing mit dem Google-Merchant-Center-Importwerkzeug.
Für ausführliche Informationen zu Produktanzeigen und zur Werbesteuerung können Sie Kontakt aufnehmen.




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