Bei einem SEO-Audit sollten Sie die Elemente auf Seitenebene prüfen. Die folgenden Punkte zeigen, was Sie kontrollieren und wie Sie es bewerten können.
1. Website crawlen
Crawlen Sie die Website mit Screaming Frog.
Prüfen Sie folgende Punkte auf Aktualität und Übereinstimmung mit Ihrer SEO-Strategie:
- Keyword im Title-Tag.
- Title-Tag beginnt mit dem Keyword.
- Keyword im Description-Tag.
- Keyword in der H1.
- Keyword als häufigste Wortgruppe im Dokument.
2. E-A-T: Fachwissen, Autorität und Vertrauenswürdigkeit
Google aktualisiert jährlich seine Richtlinien für Qualitätsbewerter.
Dabei geht es um menschliche Bewerter und deren Einschätzung von Stärke und Qualität einer Seite, nicht um die Suchalgorithmen selbst.
Ihr Bewertungsrahmen heißt Expertise, Authoritativeness und Trustworthiness (E-A-T).
Fachwissen
Sie sollten einen fachkundigen Beitrag in Ihrem Gebiet leisten. Seoinc.com betont:
Bei Humor- oder Promi-Websites ist Expertise weniger entscheidend, bei medizinischen, finanziellen und rechtlichen Angeboten dagegen wesentlich. Jede Website kann Fachwissen zeigen, wenn ihre Inhalte richtig und nützlich sind.
Autorität
Sie entsteht durch Ihre eigene Expertise oder die Ihrer Autoren. Bei Community- und Forumsseiten stärkt die Diskussionsqualität die Autorität.
Vertrauenswürdigkeit
Sie ist besonders für Onlineshops wichtig, die Kreditkartendaten abfragen. Alles sollte ein sicheres Gefühl vermitteln. Installieren Sie zunächst SSL: Mindestens 70 % der Ergebnisse auf der ersten Seite nutzen es; es gehört zu Googles Rankingsignalen.
Google legt großen Wert auf E-A-T
Bei medizinischen, rechtlichen und finanziellen Websites ist gutes E-A-T unerlässlich. Auch Ratschläge für wichtige Entscheidungen können eine Website zu YMYL machen. Wer Produkte verkauft, gehört wahrscheinlich dazu.
Wir betrachten persönlich die meisten Websites als YMYL. Ein Kugelschreiberhändler mag keine großen Lebensentscheidungen beeinflussen. Wenn er Kreditkartenzahlungen annimmt, ist Vertrauen dennoch erforderlich und YMYL damit nahezu sicher.
Viele Websites fallen unserer Ansicht nach darunter. Fast jedes Fachgebiet hat anerkannte Experten. Selbst bei nicht offensichtlichen YMYL-Themen empfehle ich, Google E-A-T zu beachten.
In Googles neuesten Algorithmen hat E-A-T weiter an Bedeutung gewonnen.
Die technische SEO muss ebenfalls stimmen. Fehlen diese Grundlagen, hilft E-A-T allein der Leistung nicht.
3. Überschriften
Überschriften sind in SEO eine eigene Disziplin und können die Leistung von Inhalten beeinflussen.
Keywords müssen integriert werden.
Überschriften sollten soziale Zielgruppen und Websitebesucher ansprechen und zugleich SEO unterstützen.
Das ist keine Fünf-Minuten-Aufgabe.
Prüfen Sie auf jeder Seite drei Punkte:
- Sind die Überschriften natürlich und gesprächsnah?
- Das funktioniert häufig gut in sozialen Medien. Sinnvolle Keyword-Integration verbessert Qualität und Wirkung.
- Schreiben Sie mit Blick auf Interaktion und Markenruf.
- Wecken Sie Diskussion und Neugier in sozialen Medien.
- Prüfen Sie anhand des AIDA-Prinzips – Aufmerksamkeit, Interesse, Entscheidung, Handlung –, ob die Überschrift den Qualitätsanspruch der Website erfüllt.
Realistisch betrachtet eignet sich nicht jedes Thema für von Natur aus spannende Überschriften.
Trockene Themen brauchen einen anderen Ansatz. Sie können nicht alles für jeden sein; kreative Wege können jedoch auch Inhalte weniger spannender Branchen außergewöhnlich machen.
Nutzen Sie diese Punkte für dauerhaft tragfähige und später verbesserbare Überschriften.
4. SEO-Texte
SEO-Copywriting ist ein fester Bestandteil des Prozesses. Manche überspringen jedoch die suchgerechte Ausarbeitung.
Sie glauben, Schreiben und Veröffentlichen allein würden Besucher bringen.
Leider ist Schreiben nur die halbe Arbeit.
Die andere Hälfte umfasst konkrete SEO-Eigenschaften, damit Google die Qualität des Inhalts erkennen kann.
Vergessen Sie Aktualität nicht. Sie spielt eine wichtige Rolle, besonders bei zeitabhängigen Suchen, aber nicht gleichermaßen für jeden Inhalt.
Folgende Schreibfaktoren gehören in ein Audit:
Textstruktur
Die Struktur ist genauso wichtig wie die Optimierung.
Betrachten Sie Information und Code.
Verwenden Sie semantisches HTML: H1, H2 und H3 für Überschriften sowie P-Tags für Absätze.
Inhaltlich braucht es einen logischen, thematisch schlüssigen Aufbau. Fügen Sie keine unverbundenen Themen ohne relevanten Zusammenhang ein. Kontext ist entscheidend.
Keyword-Integration
Keywords sind wichtig, vermeiden Sie aber Keyword-Kannibalisierung.
Sechshundert Varianten Ihrer Fokusbegriffe ergeben keinen hochwertigen Artikel.
Setzen Sie Begriffe und Wortgruppen natürlich dort ein, wo sie sinnvoll sind.
Bilder
Bilder sind ein weiterer Strukturbaustein.
Wenn sie den Inhalt gezielt unterstützen, sollten Sie sie erwägen. Achten Sie auf Bildoptimierung und Ladegeschwindigkeit.
Hochwertige Inhalte
Qualität ist für jede SEO-Seite wesentlich. Gute Texte sind verständlich und vermitteln ihre Aussagen präzise.
Erwarten Sie nicht dasselbe Vorwissen wie bei Ihnen selbst. Jeder geprüfte Text sollte für Leser verständlich bleiben.
Erklären Sie jedes Thema, jeden Aufzählungspunkt und jede Überschrift klar.
Nutzen Sie bei Bedarf 3, 4, 5, 6, 7 oder mehr Absätze. Keywords, Struktur und Bilder müssen gemeinsam zur Qualität beitragen.
Listen, Aufzählungen, fett gesetzte Keywords und Hervorhebungen
Checklisten, Aufzählungen und gezielte Fettschrift gehören zu gut optimierten Inhalten.
Listen schaffen eine klare Hierarchie und erklären Themen genauer. Richtig aufgebaut sind sie leicht verständlich und liefern Informationen knapp und präzise.
Verwenden Sie Listen nicht nur um ihrer selbst willen.
Jede Liste sollte das Thema stärken statt verwässern.
Ausgehende und interne Links
Inhalte sollten externe Quellen und passende interne Seiten verlinken.
Richtig eingesetzt verbessert das Verständnis und bietet anderen Autoren zuverlässige Quellen.
Verlinkungen können zudem Kontakte zu Autoren ermöglichen, die Google Alerts für neue Fachartikel nutzen.
5. Keyword-Kannibalisierung
Das Problem kann größer sein, als Sie vermuten.
Richten sich mehrere Seiten auf dasselbe Keyword, konkurrieren sie möglicherweise miteinander. Google muss dann zwischen ihnen wählen.
Bei zu ähnlichen Keywords bringen Optimierungsmaßnahmen nur begrenzten SEO-Wert.
Conversion-Rate: Konvertiert eine Seite besser, warum Zeit in andere mit demselben Ziel investieren? Konzentrieren Sie sich auf eine statt auf eine schwächere Variante für denselben Traffic.
Inhaltsqualität: Seiten mit gleichem Zielkeyword behandeln meist dasselbe Thema. Dadurch drohen doppelte, minderwertige oder kopierte Inhalte; Chancen auf Empfehlungen und Links sinken.
Interne Ankertexte: Mehrere Seiten zum selben Thema verhindern, dass sich deren Wert auf eine Seite konzentriert.
Externe Links: Sie steigern den SEO-Wert einer Seite. Mehrere Seiten mit demselben Zielkeyword verteilen diese Links auf verschiedene Landingpages.
6. Nutzerinteraktion und Nutzererlebnis
Interaktion ist für die Seitenqualität wichtig und umfasst Funktionen, die zuverlässig arbeiten müssen.
UX wirkt auf SEO. Wer Verbesserungen ignoriert, verliert langfristig den Anschluss.
38 % der Menschen möchten mit unattraktiven Websites oder Layouts nicht interagieren.
Auch ohne direkten Ranking-Faktor bringen hochwertiges Design und gute Inhalte indirekte, schwer greifbare Vorteile durch besseres Erlebnis und stärkere Interaktion.
Sie lassen sich keinem einzelnen Google-Ranking-Faktor zuordnen.
Wir können also nicht einfach behaupten: „Dieses geänderte Keyword verbesserte sofort die Klicks auf den benachbarten Button.“
Diese Unsicherheit ist für viele SEO-Spezialisten eine Herausforderung in Berichten.
Wie lassen sich Interaktionskennzahlen zuverlässig mit SEO verbinden, um die richtige Strategie zu wählen?
Qualität betrifft Gestaltung und Inhalt. Gemeinsam bewegen sie Menschen zum Kauf.
Unterschiedliche Qualitätsniveaus beeinflussen die Interaktion.
Eine einzelne Landingpage kann beispielsweise nur zwei erwartete Kennzahlen haben: Verweildauer und anschließenden CTA-Klick.
- Livechat
- Anrufen: Telefonnummer
- Newsletter abonnieren
- Podcasts anhören
Komplexere Websites mit mehreren CTA-Typen erfordern mehr Aufmerksamkeit. Erfassen und prüfen Sie diese für geeignete Interaktionsmöglichkeiten.
7. Eigene Tracking-URLs identifizieren
Prüfen Sie die von Screaming Frog erfassten Haupt-URLs. Suchen Sie nach „utm“.
Wenn sie auf der Website verlinkt sind, sollten sie im Crawl erscheinen.
UTM-Parameter sind eindeutige Kennungen. SEO-Spezialisten erstellen damit individuelle URLs für Kampagnen- und Conversion-Bestandteile, die Betreiber verfolgen möchten.
Auch in Google Analytics lassen sich UTM-Seiten finden. Sie erscheinen in den Traffic-Berichten für Landingpage-URLs.
Wählen Sie Akquisition > Alle Zugriffe > Quelle / Medium. Dort sollten alle erstellten UTM-URLs erscheinen.
8. Ungewöhnlich hohe Absprungraten in Google Analytics prüfen
Eine auffällig hohe Absprungrate von 65 % oder mehr deutet auf langsame Seiten, schwaches Design, geringe Inhaltsqualität oder andere Interaktionsprobleme hin.
Auch die Themen könnten Nutzer nicht ausreichend ansprechen.
9. Nutzerbewertungen prüfen
Bewertungen sind ein weiteres Maß zur Einschätzung der SEO-Wirksamkeit.
Eine Website mit guter Interaktion erhöht die Kaufwahrscheinlichkeit.
Setzt sich das positive Erlebnis im Unternehmen fort, entstehen eher positive Bewertungen.
Diese enthalten auch Websitefeedback und zeigen, wie gut die Seite funktioniert – oder eben nicht.
Es handelt sich nicht um einen direkten, entscheidenden Faktor. Ausnahmen gibt es allerdings immer. :)
Für detailliertere Audits und laufende Beobachtung können Tools manuelle Arbeit ergänzen und Zeit sparen.



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